Evolution

Spielwaren für Generationen seit Generationen

Revell

 

Die Geschichte des Unternehmens Revell – das ist auch die Geschichte einer großen Leidenschaft, die Mitte der 40er Jahre in Amerika einsetzte. 1943 im US-Bundesstaat Kalifornien gegründet, nahm die Revell Inc. in Venice, unweit von Los Angeles, die Produktion auf. Kunststoff-Spielzeug, Zubehör für Puppenstuben und Spielzeug-Waschmaschinen waren zu dieser Zeit die Top-Seller. Erst 1947 kam Unternehmensgründer Lewis H. Glaser auf die Idee, aus mehreren Kunststoffteilen selbst ein maßstabsgetreues Auto zusammenzubauen. Das war die Geburtsstunde des Plastikmodellbaus. Schon 1956 sollte die Begeisterung für das neue Hobby den „großen Teich“ überspringen und die Freizeitbeschäftigung ungezählter Bastler und Sammler revolutionieren.

 

In jenem Jahr wurde das deutsche Tochterunternehmen, die Revell Plastics GmbH in Bielefeld gegründet. Nur ein Jahr später wurde der Firmensitz in die Nachbarstadt Bünde verlegt. Aus einer traditionsreichen ehemaligen Zigarrenfabrik heraus wurden zunächst ausschließlich importierte Original-Bausätze aus den USA und Großbritannien in Deutschland und dem benachbarten Ausland vertrieben.

Die erste Eigenentwicklung – ein BMW R75/5 in 1:8 – entstand 1971. Mitte der 80er Jahre wurde in  Bünde eine eigene Entwicklungsabteilung mit angeschlossener Produktion etabliert. Bereits Mitte der 70er Jahre umfasste das Vertriebsnetz alle westeuropäischen Länder. Seit 1976 ergänzt ein umfangreiches Zubehörsortiment das Bausatzprogramm. Den Erfolgen in den westeuropäischen Ländern folgte 1978 die Ausweitung des Vertriebsnetzes nach Osteuropa. Zukunftsweisend war zehn Jahre später die Aufnahme von Airbrushprodukten und Metallfertigmodellen (Die Cast) in das Sortiment. 1987 übernahm die Revell GmbH den Vertrieb der Produkte von Revell-Monogram.

Mit den beiden weltweit bekannten Marken Crayola (1995) und Grand Champions (2002) wurde das Vertriebsgeschäft für die Mädchenzielgruppe konsequent ausgeweitet. Nach knapp einem Jahrzehnt beendete Revell im November 2004 den Vertrag mit der Marke Crayola zugunsten der Einführung der Eigenmarke MagCliks. Die Schmucklinien der erfolgreichen Nachfolgemarke mussten allerdings aufgrund geänderter EU-Gesetzgebung (Magneten in Spielwarenartikeln) 2008 wieder aufgegeben werden. Mit Me&Sue gelingt es Revell die Erfolgsgeschichte kreativer Mädchenmarken unmittelbar fortsetzen. GeeGee Friends ist seit Anfang 2009 Sortiment die neue Toy-Linie für kleine Pferdenärrinnen.

Mitten ins Herz der Zielgruppe Jungs traf 2005 die Marke Kick-O-Mania. Richtige Fußballfans, kleine aber auch große, freuten sich über die Einführung internationaler Fußballstars als 30 cm große Spielfiguren. Ein Jahr später, pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land ließ Revell die  Actionfiguren im Dress der deutschen Nationalmannschaft auflaufen.

Die 2007 eingeführten epixx-Figurensets und die Mystrix-Zaubersets ergänzen das Angebot im Toybereich. Trotz dieses im Laufe der Jahre immer weiter aufgefächerten Markenportfolios bleibt der Plastikmodellbau weiterhin das Fundament und das Kerngeschäft des Unternehmens.

Der weltweite Erfolg der Marke Revell lässt sich in beeindruckenden Zahlen aus diesem Bereich veranschaulichen: Im Jahr 1995 wurden erstmals über 5.000.000 Bausätze verkauft. Von der Fokker Dr. 1 wurden bis heute mehrere 100.000 Bausätze verkauft. Im Maßstab 1:72, 1:28 und als Mini-Steckbausatz gehört der „Baron der Lüfte“ zu den treuesten Bausatzthemen. Der erfolgreichste Plastikmodellbausatz weltweit ist die Titanic: Über zwei Millionen Exemplare des legendären Dampfers wurden bisher verkauft. Diese Zahlen sind umso imponierender, wenn man bedenkt, dass es in den Anfängen jährlich nur einige tausend Modelle waren, die von Bünde ihren Weg in die ganze Weg antraten.

 

Ein Rückblick auf repräsentative Produkt-Highlights der vergangenen Jahrzehnte veranschaulicht die faszinierende Vielfalt der Revell-Modellbauwelt.

Ein Produkt der ersten Stunde ist heute noch aktuell: Die Bismarck, eines der größten und berühmtesten deutschen Schlachtschiffe, seit Anfang der 60er Jahre im Programm wird durch eine neue spektakuläre Ausgabe ersetzt. Bei der Recherche konnte Revell auf alte Pläne und die neuesten Unterwasseraufnahmen zurückgreifen. Modellbaugeschichte hat darüber hinaus ein kleines Segelschiff geschrieben, das im Jahr 1960 als Peter Pan-Piratenschiff die „Revell-Werft“ verließ. 1969, im Jahr der Mondlandung, sorgte das komplette Apollo-Saturn-Programm für Furore. Mit den NASA-Programmen Challenger und Atlantis wurde die Raumfahrtserie fortgesetzt.

Mit Beginn der 80er Jahre präsentierte Revell als erster Hersteller Lkw-Plastikmodellbausätze im Maßstab 1:25. Ein Highlight 1998 im Kino und in den Regalen war die Titanic. Sie ist es bis heute. Ein anderer Kinohit steht stellvertretend für das erfolgreiche Lizenzgeschäft und der vor wenigen Jahren eingeführten easykit-Produktlinie. Ein außergalaktisches Bastelerlebnis bieten die Steckbausätze aus dem letzten Film der Star Wars Saga „Die Rache der Sith“. Rasante Themen aus dem Bereich des Motorsports wie die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft sorgten auf Anhieb für Furore - insbesondere bei den jungen Bastlern.

Dank der guten Kontakte zu den Lizenzgebern und Partnern in der Wirtschaft war es möglich, dass Revell 2003 den Airbus 380A noch vor dem Jungfernflug des Originals präsentieren konnte.

Mit der 2009 neu eingeführten Marke Revell Control hat das Unternehmen seine Schwerpunkte im Hobbybereich noch deutlich verstärkt. Die ferngesteuerten Helicopter und Flugzeuge in perfekter Revell-Optik haben sich auf Anhieb im Markt etabliert. Bei der Entwicklung der Produkte lassen sich die Qualitätsansprüche aus dem Plastikmodellbaubereich auf ideale Weise mit den technischen Ansprüchen des Hobbymodellflugs verknüpfen. Die optimale Verknüpfung von Qualität, Originalität und hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis macht die Produkte für Einsteiger und Fortgeschrittene interessant. 2010 wird das Sortiment mit weiteren Segmenten und neuen Technologien auf breiter Basis ausgebaut.

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